Donnerstag, 14. Juli 2016

Alles Schall und Rauch: Was in Schweden als Vergewaltigung gilt

 

Freitag, 3. Dezember 2010 , von Freeman um 00:05

Nach normalen Rechtsverständnis spricht man von einer Vergewaltigung, wenn eine Person eine andere gegen ihren Willen unter Anwendung von Gewalt zum Vollzug des Beischlafs nötigt. Die Betonung liegt auf dem Wort „Gewalt“. Das ist aber nicht in allen Ländern so.

In Israel gilt auch einvernehmlicher Sex als Vergewaltigung, wenn der Mann eine falsche Identität angibt, also wenn zum Beispiel eine Israelin mit einem Palästinenser willentlich Sex hat, er aber sich als Jude ausgibt und sie es später herausfindet er wäre keiner. Obwohl sie nicht genötigt wurde, den Beischlaf willentlich wollte, reicht eine falsche Angabe des Mannes völlig aus, um für Jahre im Gefängnis zu landen. In meinen Augen ist das Rassismus.

Auch in Schweden ist der Gesetzesparagraf der Vergewaltigung weltfremd und widerspricht jedem normalen Verständnis. Dort ist einvernehmlicher Sex auch dann eine Vergewaltigung scheinbar, wenn ein Kondom wärend des Akts verrutscht, eine strafbare Handlung des Mannes, die mit einem Minimum von zwei Jahren bestraft wird. Klingt völlig lächerlich, aber diesem Vorwurf ist Julian Assange ausgesetzt und er wird deshalb weltweit mit Haftbefehl gesucht.

In Schweden ist die Rechtslage so absurd, eine Frau kann nicht wirklich sagen ob sie vergewaltigt wurde, sondern das bestimmt der Staatsanwalt. Man muss nämlich Jura studiert haben um zu wissen ob man das „Opfer“ einer Vergewaltigung ist. Das ist jetzt kein Scherz. Denn wenn man mit einem Kondom drauf anfängt und die Frau willigt ein und dann am Schluss ist er irgendwie verschwunden, dann kann die Frau sagen, damit war sie nicht einverstanden und es ist juristisch gesehen eine Vergewaltigung.

Deshalb ist Schweden wahrscheinlich auch das Land mit den meisten Vergewaltigungen auf der Welt, obwohl die meisten nach deutschem Recht gar keine wären, da keine Gewalt involviert ist. Schweden ist damit eine Lachnummer was das betrifft und nicht das moderne und liberale Land wie es sich nach aussen gibt und man allgemein meint.

Jetzt verstehen wir viel besser, warum Julian Assange überhaupt diesem Vergewaltigungsvorwurf ausgesetzt ist. Er tappte ahnungslos in eine Falle, die jedem Ausländer der die Gesetzeslage in Schweden nicht kennt passieren kann. Er hatte Sex mit zwei Frauen die das bewusst wollten, einen sogenannten one-night-stand, der anfänglich mit einem Kondom begann und ohne einem endete und schwups ist man ein Vergewaltiger.

Deshalb, was die schwedische Justiz unter einer Vergewaltigung versteht, und auch was in Israel darunter gemeint ist, hat mit unserer nicht unbedingt was zu tun. Da sind Welten an Unterschied, obwohl es den gleichen Begriff hat. In Schweden kontrollieren die Feministen die Justiz und in Israel die Rassisten.

Das ganze fing im August an, mit der Weitergabe der Information an die Boulevardpresse, Assange wäre der Vergewaltigung beschuldigt und mit Haftbefehl gesucht. Diese Nachricht ging wie ein Lauffeuer rund um die Welt. Noch am selben Tag wurde der Haftbefehl aber zurückgezogen, weil es „keine Beweise“ dafür gab. Er durfte Schweden verlassen. Nur, der immense Schaden an Assanges Reputation war dann unwiderruflich geschehen.

Jetzt drei Monate und drei Staatsanwälte später, ist die schwedische Justiz zur Entscheidung gelangt, mit der Strafverfolgung doch weiterzumachen. Wie ich vorher sagte, ein eingewilligter Sex der mit Kondom anfing aber ohne endete, ist in ihren Augen nicht eingewilligt, also eine Vergewaltigung, eine willkürliche juristische Auslegung. Wenn man so will, haben wir hier eine Straftat ohne Opfer und sowieso überhaupt keine Gewalt im Spiel, eine Tatsache die in anderen europäischen Ländern eine sofortige Einstellung des Verfahren bedeuten würde.

Auch ein Vorwurf der Angabe einer falschen Identität, wie es in Israel als Grund ausreicht, ist hier nicht gegeben. Die Frauen wussten wer er ist, sie prahlten sogar danach mit seiner „Prominenz“. Sie sind um die 30 Jahre alt, also keine Minderjährigen und haben vermutlich reichlich sexuelle Erfahrung. Es gibt auch keine Hinweise auf Drogen oder andere bewusstseinsstörende Substanzen, die ihren Willen beeinflusst hätte.

Die “Damen”, Anna Ardin und Sofia Wilén, sind sogar hergegangen und haben sich danach gegenseitig Tweets und SMS über ihre „Eroberung“ einer bekannten Persönlichkeit zugeschickt und damit angegeben. Die eine hat die ander nicht gewarnt, sie wäre vergewaltigt worden, nein, sie haben ihre tollen Erlebnisse ausgetauscht. Das macht die Sache völlig unglaubwürdig. Wo ist da ein Verbrechen?

Wer ist Anna Ardin überhaupt? Sie ist eine Christin, Feministin, Sozialdemokratin, Tierschützerin und Abtreibungsgegnerin aus der linken Szene. Sie war verantwortlich für Gleichstellungsfragen in der Studentenvereinigung der Universität Uppsala, wofür sie einen Auszeichnung bekam. Auf ihrem Blog beschreibt sie sich als:

„Politwissenschaftlerin, Kommunikatorin, Entrepreneurin und freie Schriftstellerin mit speziellen Wissen über Glauben und Politik, Gleichstellung von Mann und Frau, Feminismus und Lateinamerika.“ Also nicht gerade ein unbedarftes armes Hascherl vom Lande, das keine Ahnung von Sex hat und was es bedeutet.

Nach der „Vergewaltigung“ ging Ardin sogar her und hat zu Ehren von Assange eine Party in ihrer Wohnung geschmissen und schickte Tweets an ihre Freunde, in denen sie sich entzückt ausdrückte.

Da am Wochende des 15. August die Langusten-Saison in Schweden begann, wollte Julian Assange eine ‚kräftskiva‘, eine Langusten-Party besuchen.

Am Samstag den 14. August schrieb sie um 14:00 Uhr auf Twitter:

„Julian will auf eine Langusten-Party gehen, hat jemand einige Stühle frei heute oder morgen?“

Am frühen Morgen des 15. August um 2:00 Uhr schriebe sie auf Twitter:

„Sitze draussen um 2:00 und friere nicht mit der Welt coolsten smartesten Leuten, es ist fantastisch!“

Sie hat dann alles getan um diese verräterischen und ihrer Behauptung widersprechenden Tweets zu löschen, aber sie sind der Welt trotzdem erhalten geblieben. Die SMS-Nachrichten zwischen den Frauen sind nicht öffentlich bekannt, aber die Staatsanwaltschaft hat sie. In keiner ist von Vergewaltigung die Rede.

Die SMS-Texte zeigen einen gemeinsamen Plan, wie man die schwedische Boulevard-Zeitung „Expressen“ vorher kontaktieren kann, um die Rufschädigung von Assange so gross wie möglich zu machen. Dabei sind sie zusammen zum Vortrag von Julian Assange gegangen, welche ihre politische Gruppe organisiert hat und haben sich als grosse Fans ausgegeben. Haben ihn umschmeichelt, belagert und eingeladen. Ardin war sogar seine Betreuerin und „kümmerte“ sich um den „Ehrengast“ im Namen der Organisatoren.

Was das Motiv für das Vorgehen von Ardin sein könntet, hat sie im Internet als Anleitung unter dem Titel „Rache ist süss“ veröffentlicht, wie man Rache an seinem fremdgehenden Freund ausüben kann. Siehe hier. Dort schreibt sie:

„Manchmal ist es schwierig weiter zu machen ohne eine Art von Heimzahlung. Als Mensch sollte man das verstehen. In diesem Fall war ich sehr verärgert über einen ehemaligen Verlobten, der mich über eine lange Zeit hintergangen hat. Meine Revanche bestand zu diesem Zeitpunkt darin, in dem ich dies gepostet habe.“

Musste Julian Assange als Ersatz für die Rache an ihrem Ex-Verlobten herhalten?

Neben dem persönlichen Rachegedanke, kommt noch ihre gesellschaftliche Ansicht zum Tragen. Ardin glaubt fest daran, der partriachische Aspekt der westlichen Gesellschaft, wird nur wegen der Möglichkeit zusammengehalten, Männer können Frauen vergewaltigen.

Dann soll Ardin nach Florida gegangen sein und dort sich unter der Anti-Castro-Bewegung in Miami getummelt haben. Diese Bewegung wird nachweislich von der CIA gesponsort, die Castro schon lange liquidieren will. Kam dort die Verbindung zwischen der CIA und Ardin zustande? Wurde sie auf ihn angesetzt und als Köder benutzt? Sie hat ihn ja nach Schweden für den Vortrag eingeladen und war ständig um ihn rum. Braucht es noch mehr Indizien, Assange ist Opfer einer CIA-Operation in Zusammenarbeit mit einer männerfeindlichen Feministin mit eigenen Motiven und wurde auf übelste Art reingelegt?

Arden und Wilén sind am 20. August, also fast eine Woche nach ihren begeisterten Tweets, gemeinsam zur Polizei gegangen, um scheinheilig „nur Rat zu suchen“, eine Möglichkeit in Schweden nicht wegen falscher Beschuldigung belangt zu werden. Sie suchten diesen „Rat“, nachdem sie sich gegenseitig abgesprochen hatten. Dabei resultierte aus der Sitzung eine Anzeige wegen Vergewaltigung, eine die gar keine war, wo eingewilligter Sex mit absurder Rechtsauslegung in eine verwandelt wurde. Die Einwilligung der beiden Frauen wurde sogar von der Staatsanwaltschaft bestätigt.

Es geht hier nicht unbedingt um das Gesetz über Sexualdelikte selber, sondern wie es in der juristischen Praxis angewendet wird. Wie tief ist der Ansatz für nicht eingewilligten Sex, der in anderen Ländern viel höher liegt. In Schweden wird das willkürlich ausgelegt. Dort liegt der Fehler und der Kritikpunkt. Ein gemeinsam gewollter Sex wird nachträglich in einen ungewollten verdreht, was nur ein Jurist mit absurder Logik verstehen kann, aber nicht ein normal denkender Mensch.

Wir haben hier also eine Feministin mit ihrer gleichgesinnten Freundin, die möglicherweise Kontakte zur CIA hat, die Expertin ist im Gleichstellungsrecht, die eingewilligten Sex mit Assange trieben, die danach feierten, zusammen ausgingen und darüber prahlten und anschliessend nach Tagen doch fühlten oder man ihnen einredete oder von vorne herein planten, sie wurden gegen ihren Willen sexuell missbraucht, obwohl es keine Beweise dafür gibt, die auch noch zum Vortrag ihres angeblichen Peinigers gingen, um dann zur Polizei zu rennen und es sofort der Presse melden, damit die ganze Welt es weiss. Gibt es eine Bezeichnung für solche Frauen? Ich wüsste schon eine.

Das eine Staatsanwaltschaft bei dieser Faktenlage überhaupt die Frechheit hat Assange anzuklagen und einen Haftbefehl via Interpol ausstellt, ist ein Skandal und widerspricht jedem normalen Rechtsempfinden. Nicht Assange sollte vor Gericht stehen, sondern die beiden Frauen und das schwedische Rechtssystem selber, dass so eine Unverschämtheit überhaupt zulässt.

Um jemand zum Schweigen zu bringen, gehen die Mächtigen der Welt immer in drei Schritten vor: Zuerst läuft ein Bestechungsversuch. Wenn der nicht funktioniert, dann wird man mit Dreck beworfen (wie jetzt der Vergewaltigungsvorwurf). Und wenn man das auch überlebt, dann hat man einen Unfall, wird „Selbstermordet“ oder es kommt eine Kugel geflogen. Die Mordaufrufe gegen Assange sind bereits von US-Politikern ausgesprochen worden.

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